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Zahnstein

Klobürste der Nation

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26

Mittwoch, 5. Juni 2013, 10:40

Deiner Variante nach, könnte man es ja so verstehen :
Die Seele ist unglücklich und nutzlos für das Ich (wegen den Tränen die ihn nicht interessieren).
Also nimmt er ihm die Augen damit die Seele aus den Pforten entweicht.
Ist mir jetzt so spontan dazu eingefallen.

Er möchte die Tränen aber haben und die Seele soll nicht entweichen, immerhin stopft er ,, Stück für Stück die Seele in den Kopf zurück'', weil diese ja nach draussen entweichen möchte.
Man könnte sich fragen, ob er in etwa seine eigenen Augenhöhlen an dieser Stelle meint. Er hat keine Augen, seine Seele liegt offen, also nimmt er die eines anderen, um seine Seele wieder einzusperren.
Oder es geht um Oberfächlichkeit. Das lyrische Ich möchte nur das Leid ( Tränen ) und die Augen ( den Standpunkt ) der anderen, weil er sich daran ergötzt, wenn Menschen leiden, er will den Leuten die Möglichkeit nehmen, eine schönere Welt als seine zu sehen, da seine Welt nur aus Leid besteht.
Ich komme darauf, da in der Demo mal eine Zeile lautete ,, Meine Welt ist gar nicht schön, will sie mit deinen Augen sehen''.
Irrtümer haben ihren Wert;
Jedoch nur hier und da.
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Rasputin 93

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27

Mittwoch, 5. Juni 2013, 14:58

auf jeden Fall sollte man die beiden Demos berücksichtigen, das ist bestimmt hilfreich.
- Rammstein's Robin Hood © MehrR -


MehrR

Ohne mich kann ich nicht sein

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28

Mittwoch, 5. Juni 2013, 15:34

auf jeden Fall hat sich Till nicht so viel gedacht dabei, wie wir :wink:
„Die Zeit ist nicht, es ist allein die Ewigkeit.
Die Ewigkeit allein ist ewig in der Zeit“



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29

Mittwoch, 5. Juni 2013, 16:10

auf jeden Fall hat sich Till nicht so viel gedacht dabei, wie wir :wink:

es täte mir leid, wenn du das wirklich so siehst.

wie lauten denn die texte der beiden demos? es dürfte doch forenregelkonform sein, die hier zu posten, oder?

MehrR

Ohne mich kann ich nicht sein

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30

Mittwoch, 5. Juni 2013, 16:47

es täte mir leid, wenn du das wirklich so siehst.

Es täte MIR leid, wenn du das Gegenteil denkst. Man schreibt einfach Texte die auf Erlebnisse, Gedanken, Erfahrungen, Fantasien beruhen. Aber als Fan kann man soo viel hineininterpretieren. Man kann bei Mein Land von rechtsradikalen Sachen reden, allerdings war es ja nur so, dass Till am Strand war und von seinem Platz (von einem der Wärter) weggeschickt wurde und sowas bei rauskam. Wenn man dem Making Of glauben schenken kann. Anderes Beispiel: Mein Lieblings interpretations-Lied "Halt". Einerseits wird ein Amoklauf beschrieben, andererseits kann man es auch gut aus Sicht der Welt sehen (Erderwärmung, Katastrophen, und was weiß ich). Wer weiß schon was Till sich dabei gedacht hat. Vllt wurde er von einem Film inspiriert, den nachrichten und hat einfach einen text dazu geschrieben. Es muss hier nicht gleich um extrem tiefsinnige Sachen gehen, auch wenn gerne Doppeldeutigkeit verwendet wird.
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Zahnstein

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31

Mittwoch, 5. Juni 2013, 16:49

@MehrR : Andersherum weiß man aber auch nicht, ob er eben nicht doch irgendwo sehr tief gedacht hat. Ich kenne genügend Leute, die tagelang vor ihren Texten sitzen und ihre tiefsten Gedanken und Ausdrücke reinlegen und es scheint ja in dem Text schon eine gewisse Progression im Namen seiner Bedeutung gegeben zu haben, so wie Till ihn über die Demos verändert hat.
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MehrR

Ohne mich kann ich nicht sein

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32

Mittwoch, 5. Juni 2013, 16:53

Das bestreite ich ja nicht umbedingt, es war nur verallgemeinert. Dieser Song hat schon Potenzial für Tiefgang, aber mancher Fan neigt zur Übertreibung. :D
Ich schreibe selber viele, viele Gedichte und benutze meist auch meine tiefsten Gedanken, aber jeder nimmt es anders auf.
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noDestiny

Etwas Kultur muss sein ...

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33

Mittwoch, 5. Juni 2013, 17:03

Zu mal es doch egal ist, ob sich Till Lindemann EXAKT das dabei gedacht hat, ist doch auch schön eine gute Interpretation zu finden die selbst der Autor vllt nicht unbedingt im Sinn hatte ;)

  • »MISERY« ist männlich
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34

Mittwoch, 5. Juni 2013, 19:51

es täte mir leid, wenn du das wirklich so siehst.

Es täte MIR leid, wenn du das Gegenteil denkst. Man schreibt einfach Texte die auf Erlebnisse, Gedanken, Erfahrungen, Fantasien beruhen. Aber als Fan kann man soo viel hineininterpretieren. Man kann bei Mein Land von rechtsradikalen Sachen reden, allerdings war es ja nur so, dass Till am Strand war und von seinem Platz (von einem der Wärter) weggeschickt wurde und sowas bei rauskam. Wenn man dem Making Of glauben schenken kann. Anderes Beispiel: Mein Lieblings interpretations-Lied "Halt". Einerseits wird ein Amoklauf beschrieben, andererseits kann man es auch gut aus Sicht der Welt sehen (Erderwärmung, Katastrophen, und was weiß ich). Wer weiß schon was Till sich dabei gedacht hat. Vllt wurde er von einem Film inspiriert, den nachrichten und hat einfach einen text dazu geschrieben. Es muss hier nicht gleich um extrem tiefsinnige Sachen gehen, auch wenn gerne Doppeldeutigkeit verwendet wird.

inspiration ist nicht gleichzusetzen mit inhalt.

aber lasst uns mal bitte bei "gib mir deine augen" bleiben.
das problem was ich sehe, wenn ich den song interpretieren möchte, sind ja nur die paradoxa. die augen haben etwas mit der seele zu tun. das lyrische ich will die augen, die seele aber nicht. zudem will es die tränen des gegenübers, doch weinen soll diese person nicht. das ist, bei wörtlicher auffassung, nicht möglich. und ich bin mir absolut sicher, dass till sich etwas dabei gedacht hat, und dass ihm diese "fehler" nicht einfach so unterlaufen sind.
demnach muss es einen zusammenhang, eine bedeutung geben, die diesen widerspruch auflöst. nur erschließt sich diese mir nicht. sie muss auch nicht zwangsläufig tiefgründig sein, vielleicht geht es ja wirklich etwa um eine nachricht, wie du meintest. vielleicht ist es auch etwas viel, viel profaneres, nur sehe ich es nicht.

  • »Tausend_Sonnen« ist männlich

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35

Donnerstag, 25. Juli 2013, 17:45

Was Widersprüchlichkeit und Paradoxa angeht, erinnert mich der Song ein wenig an „Ich Tu Dir Weh“, wo mir ähnliches aufgefallen ist. Ich persönlich finde aber gerade das spannend, weil es einen zu einer anderen, vorher nicht bedachten Interpretationsmöglichkeit führt.

Ich würde z.B. sagen, dass in der ersten Strophe von „Gib mir deine Augen“ die „Tränen“ nicht unbedingt wörtlich gemeint sein müssen. Vielmehr will das lyrische Ich, dass sein Gegenüber leidet und sich daran ergötzen (Schenk mir was …. Ein paar Tränen wären fein / Reib mich abends damit ein). Allerdings sind die „Tränen“ metaphorisch auch für eine einfache Überleitung zu dem gut, worauf das lyrische Ich eigentlich aus ist: Die Augen seines Gegenübers (Und wenn ich schon um Wasser bitt‘ / nehm‘ ich doch gleich die Brunnen mit).

Im Refrain wird das noch einmal deutlich ausgesprochen. Das lyrische Ich will die Augen, vielleicht weil Er/Sie selbst keine hat oder einfach Blind ist, vielleicht sogar in der wahnwitzigen Hoffnung, dann (wieder) sehen zu können (Gib mir dein Licht). Vielleicht aber auch (oder: wohl eher) um dem Gegenüber das gleiche Leid zuzufügen das Er/Sie empfindet indem das lyrische Ich ihm die Augen nimmt (Schenk mir deine Tränen). Was die Zeile „Die Seele will ich nicht“ angeht denke ich, dass das vielleicht nur zum Ausdruck bringt, dass das lyrische Ich keine persönlichen Intensionen wie zum Beispiel Rache hat. Die Persönlichkeit (die „Seele“) des Anderen interessiert schlicht und ergreifend nicht.

Die ersten Zeilen der zweiten Strophe (Ich bitte sehr / Deine Schenkel hängen schwer / Nimm die Lippen vom Gesicht…) erschließen sich mir nicht zu 100%, aber ich denke, die Aussage hier ist: Das lyrische Ich interessiert sich nicht für den Körper und die eventuellen Reize seines Gegenübers. Interessant ist allerdings, dass das lyrische Ich sich offenbar sehr auf seinen Geruchssinn verlässt (Riechen schlecht, brauch ich nicht). Das spricht möglicherweise für die Theorie mit der Blindheit. „Die Augen sind der Seele Pforten / Will sie pflegen, will sie horten“: Da die Seele des Gegenübers ja lautem Refrain nicht interessiert, finde ich, diese gibt jetzt ein wenig Aufschluss über das Motiv des lyrischen Ichs: Ob nun durch das Fehlen von Augäpfeln oder durch schlichte Blindheit begründet, scheint das lyrische Ich um die eigene Seele zu fürchten, ob nun im übertragenem Sinne oder wörtlich (nämlich die Furcht das die Seele ihm/ihr entweichen könnte). Alles in allem scheint das lyrische Ich nicht mehr ganz zurechnungsfähig zu sein….

Im Interlude wird das Ganze dann schon etwas deutlicher: Offenbar herrscht hier der Glaubevor das die Seele wörtlich (!) durch die Augenhöhlen entweicht (Aus den Augenhöhlen / Will sich die Seele stehlen) ob dem allerdings wirklich so ist wird durch die folgende Interpretationsfrage entweder belegt oder widerlegt:
Entweicht die Seele des lyrischen Ichs oder die seines Gegenübers? Aufgrund der darauffolgenden Zeilen (Ich stopfe Stück für Stück / Die Seele in den Kopf zurück) tippe ich auf ersteres, denn: Die Seele des anderen interessiert nicht und die Formulierung, dass sich die Seele „davonstehlen will“ sagt nicht aus, dass die Seele sich zum lyrischen Ich begibt (warum auch?), sondern eher, dass sie entflieht. Und da das lyrische Ich die Seele nicht will, warum sollte es ihn/sie interessieren ob sie dem/der Anderen nun entweicht oder nicht. Allerdings könnte, wenn man es auf diese Weise betrachtet, auch das Sterben des Gegenübers gemeint sein. Aber hier drängt sich dann die Frage auf: Warum sollte das lyrische Ich das dann verhindern wollen? Weil Er/Sie das Gegenüber „nur“ quälen, aber nicht töten will? Oder mit dem sadistischen Hintergedanken des lyrischen Ichs, dass er/sie den Anderen nur quälen kann wenn derjenige am Leben ist? Das alles trifft in meinen Augen (^^) die Kernaussage des Textes aber nicht so ganz sondern wäre eher nebensächlich. Daher glaube ich, dass dem lyrischen Ich selbst die Seele entweichen will, was dann aus der Sicht dieser Person eher wörtlich zu verstehen ist. Also stopft Er/Sie die Seele wieder zurück (mithilfe der Augen des Anderen?).

Abschließend bleiben noch die letzten beiden Zeilen des Songs (Schenk mir deine Tränen / Doch weinen sollst du nicht) die sich ja ganz offensichtlich selbst widersprechen. Sie haben aber auch eine auflösende Funktion: Hier wird nämlich deutlich, dass die „Tränen“ tatsächlich metaphorisch gemeint sind (stellvertretend für Leid). Allerdings könnten sie hier auch wortwörtlich gemeint sein, nämlich die Fähigkeit zu weinen (was ganz ohne Augen schwer vorstellbar ist).

Das alles ist aber wahrscheinlich eher im Übertragenen Sinne gemeint: Der Verlust der Augen, der die Angst vor dem Verlust der eigenen Persönlichkeit (Aufgrund der mangelnden Fähigkeit zu weinen) hervorruft, und die Blindheit und das damit verbundene Leid was diese Person in den Wahnsinn und damit zu der in den Lyrics beschriebenen Tat treibt. All das in der Hoffnung sich selbst danach besser zu fühlen. Und da das lyrische Ich nicht in der Lage ist zu weinen, erträgt Er/Sie es vielleicht auch nicht das die andere Person weint.
Und dann sagte er: "Na, was willst du denn mal werden?"
Und ich sagte: "Jäger"
Da sagte er: "Aha, dann kommst du an die Grenze. Immer an der frischen Luft und 'n Gewehr auf'm Rücken!"

- Paul Landers

:D :D :D

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Tausend_Sonnen« (25. Juli 2013, 17:58)


Ekim3

Es ist nicht Tod, was ewig liegt, bis dass die Zeit den Tod besiegt.

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36

Donnerstag, 25. Juli 2013, 21:03

Der folgende text ist nicht wirklich strukturiert und zählt eher einfach nur meine gedanken und ideen auf ;D Deshalb kann es sein dass es etwas durcheinander sein wird.

Hab mir jetzt erst wirklich mal gedanken über den text gemacht, und Tausende Theorien gehabt die ich dann aber sofort wieder verworfen habe -.-
Ich versuche mal meine Gedanken zu sortieren:
Als aller erstes habe ich mir nochmal den text von der Demo bekannt als "Sirenen" angeschaut und kam auf den Gedanken dass s darum geht dass das Lyrische ich etwas gesehen hat was er nicht wollte, eine unangenehme erinnerung wie jeder es kennt. Beim Originalen text sind mir auch ein paar ideen gekommen die ich euch nicht verenthalten will:

Wenn es heist: "gib mir deine Tränen" vielleicht meint er ja auch Freudentränen, das würde auch erklären warum es ganz am ende heist "Doch weinen sollst du nicht"
Oder vielleicht will er auch ihre Persönlichkeit:

"Gib mir deine Augen

gib mir dein Licht"


Ich will das mit deinen Augen sehen
Ich will sehen wie du es siehst

"ich bitte sehr

deine Schenkel hängen schwer

nimm die Lippen vom Gesicht

riechen schlecht brauche ich nicht"


Das hört sich für mich sehr nach Sex an, die textzeile ist auch erst seit der Offiziellen version im Lied, ich denke dass soll die Interpretationen etwas eingrenzen und in eine richtung lenken.
Um welche Lippen es sich da handelt kann man sich ja denken :]

"Aus den Augenhöhlen will sich die Seele stehlen

ich stopfe stück für stück die Seele in den Kopf zurück"

Da kam mir der gedanke dass es sich um eine Reanimation handelt, vielleicht meint er dass auch wörtlich mit den "Gib mir deine Augen" und als er sie sich genommen hat ist die Person kurz vorm sterben.
Ich kann mir auch vorstellen dass das Lyrische ich gestört ist und eben wirklich die Augen von dem anderen menschen haben will und seine begründung und beweggründe eben der Text ist.


"schenk mir deine Tränen

Doch weinen sollst Du nicht"

Mein gedanke: Das Lyrische, ob gestört oder nicht will bei seinen Aktionen ob wörtlich gemeint oder nicht dabei die andere person kein schaden zufügen. Das erinnert mich etwas an das Lied "Morgenstern" Dort heist es immer "Sie ist hässlich" Doch am ende eben kommt eben der Satz:" Mit dem Herzen sehen, Sie ist wunderschön" Damit meine ich dass das Lyrische ich immer erst als bösewicht erscheint, was dann aber im letzten Satz eben verneint wird.

Damit könnte Till andeuten dass man andere zu schnell verurteilt bevor man seine Motivation kennt.

Ufffff...... Ich hab mir jetzt so den Kopf zerbrochen und hab hier für den warscheinlich sehr anstrengend zu lesenden Text ewig gebraucht. Tut mir leid aber mir ist so viel durch den Kopf gegangen und wusste offt nicht wie ich es schreiben soll damit es wenigstens ein paar leute verstehen werden :D Wie gesagt dass sind nur bruchtückhafte ideen, mehr nicht.

Brüderchor

lejos, lejos en la ruina

  • »Brüderchor« ist männlich

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37

Samstag, 27. Juli 2013, 20:27

Hier ist meine Interpretation zu diesem super Song!

Zuerst aber:
In diesem Song gibt es zwei Personen. Das lyrische ich und die Sirene.
Eine Sirene ist in der griechischen Mythologie ein weibliches Fabelwesen (Mischwesen aus Frau und Fisch), das durch seinen betörenden Gesang die vorbeifahrenden Schiffer anlockt, um sie zu töten.

Schenk mir was
lass etwas hier
lass bitte etwas hier von dir
Das lyrische ich kennt jemanden und mag ihn/sie anscheinend sehr. Deswegen will er etwas von ihr.

ein paar Tränen wären Fein
Mit den Tränen sind die Gefühle gemeint.

reib mich Abends damit ein
Das lyrische ich will sie so sehr dass es sich selbst damit einreiben würde.

die Träne fliest doch fließt sie schwach
ich schlage zu und Helfe nach
Die andere Person hat Gefühle für das lyrische Ich, welche aber schwach sind. Deswegen wird mit Schlägen nachgeholfen.

und wenn ich schon um Wasser bitt
nehme ich doch gleich die Brunnen mit
Das lyrische ich will viele Gefühle (Tränen) zwischen ihm und der Sirene. Das Ich will so viele, dass Brunnen zum auffangen benötigt wären.

Sirenengesang:
gib mir deine Augen
gib mir dein Licht
Die Sirene will der optische Mittelpunkt des lyrischen Ichs sein. Sie will angeschaut werden.

schenk mir deine Tränen
die Seele will ich nicht
Sie will die Gefühle des lyrischen Ichs, die Seele (die mit dem Herz und der Liebe verbunden ist) will sie aber nicht. Daraus folgt dass sie der erotische Mittelpunkt sein möchte.

Tills Gesang:
schenk mir was
ich bitte sehr
Das lyrische Ich will etwas von der Sirene weil er Gefühle für sie hat.

deine Schenkel hängen schwer
Jetzt wird klar dass es sich nicht um eine Sirene (Mischung aus Fisch und Frau) handelt, sondern um eine normale Frau mit Beinen.

nimm die Lippen vom Gesicht
Sie küsst das lyrische Ich, welches aber nicht will das die Frau weiter mit seinen Gefühlen spielt.

riechen schlecht brauche ich nicht
Die Frau würde weiter machen, auch wenn das lyrische Ich abstoßend wäre und sie anwidern würde.

die Augen sind der Seele Pforten
Der optische Reiz (das Auge) ist der Schlüssel zum Herzen und zur Liebe.

will sie pflegen will sie horten
Die Frau "sammelt" die Schlüssel zum Herzen. Sie hat dieses Spiel anscheinend schon mit mehreren Person gespielt.

nun das Glück liegt im Verzicht
gib sie her Du brauchst sie nicht
Die Frau braucht diesen Schüssel eigentlich gar nicht, da sie ja nur damit spielt. Das Glück des lyrischen Ichs liegt also im Verzicht der Fau.

[...]

Aus den Augenhöhlen will sich die Seele stehlen
Da die Frau die Augen, also die Schlüssel nun hat, verliebt sich das Lyrische Ich in sie.

ich stopfe stück für stück die Seele in den Kopf zurück
Das lyrische Ich will aber nicht in die Frau verliebt sein, da es weiß dass sie nur spielt und versucht die Liebe wieder in sich hinein zu zwängen.

[...]

Der Gesang der Frau:
gib mir deine Augen
gib mir dein Licht
Sie will seine volle Aufmerksamkeit und den Schlüssel zu seinem Herz um damit zu spielen.

schenk mir deine Tränen
Sie will seine Gefühle und seinen Naturtrieb erwecken.

Doch weinen sollst Du nicht
Aber dass das lyrische Ich traurig ist will sie nicht.
Wir müssen leben bis wir sterben.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Brüderchor« (28. Juli 2013, 11:46)


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