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Bane

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Mittwoch, 22. März 2017, 13:36

Eine Frage an die E-Gitarren-Gurus

Ehrenwerthe Leserschaft!

Ich habe vor einiger Zeit eingesehen, dass man trotz moderner Technik (Shreddage II :banane2: ) nicht um eine echte Gitarre herumkommt, wenn man wirklich AUTHENTISCHEN Klang haben will. So habe ich mir eineESP LTD gegönnt (Ich möchte jetzt bitte nicht wissen, wie scheiße Billigschrott die ist und dass
ich keine Ahnung habe und auf den Scheiterhaufen damit etcppp), die ich durch eine RME Fireface UC in meinen PC hineinjage. Nun ist GuitarRig 5 ja eine total tolle Erfindung, man muss Richard dankbar sein, dass er sich für Rammfire so tief in die Karten hat blicken lassen. Ich habe dann
auch schon kapiert, dass ich, weil die Gitarre nun mal keine besonders guten (wenn auch nicht total schrottige) Humbucker am Start hat (und ich jetzt auch erstmal nicht direkt neue nachkaufen will), die Höhe der Humbucker verändern kann. Die hab ich jetzt nochmal ORDENTLICH nach oben gefahren und auch
seitdem deutlich mehr Druck beim Spielen. Ich komme zum Punkt: Zu Weihnachten hat mir ein Mitstudierender ein Line6 UberMetal gewichtelt (es gibt noch freundliche Menschen...), welches ich bisher, "weil ich ja GuitarRig habe und den Oldschool-Krempel nicht brauche", nicht angeschlossen hatte. Heute hab ich es mal dazwischengeschaltet - und ich war baff, wie um einiges klarer und besser meine Gitarre über die Fireface (clean) im Rechner ankommt (das "aktivierte" Pedal mit Verzerrungseffekten werde ich nicht nutzen, da für FX und Verzerrung dann GuitarRig deutlich bequemer ist).


Meine Frage nun daher:

Ist das Pedal als (zusätzlicher) Pre-Amp nötig (hätte ich es von Anfang dazwischenhaben sollen), oder ist alles dann doppelt und dreifach (vorverstärkt) gemoppelt und damit zuviel des Guten?

Dieser Beitrag wurde bereits 4 mal editiert, zuletzt von »Bane« (22. März 2017, 13:47)


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Mittwoch, 22. März 2017, 17:44

Ist eine reine Geschmacksfrage.
Es empfiehlt sich, den Amp in Guitar Rig natürlich nicht auf High Gain laufen zu lassen, da das zu einem ordentlichen Brei führt und nur noch rauscht. In diesem Fall sollte (je nach Ausprägung) zumindest noch ein Noise Gate zwischen geschaltet werden, falls Du auf diesen Matsch-Sound stehst. Ich selbst spiele in Grindcore Bands und mache dies teilweise mit Absicht um meine Gitarre möglichst stark zu verfremden. Qualitativ hochwertig ist das aber nicht, da der Sound unkontrollierbar und alles andere als klar ist. Im Mix kommt dabei nix Fettes heraus. Denn "fette" Produktionen wie bspw. Rammstein, haben eh weniger Gain, Bass und Treble auf den Gitarren, als man annehmen würde. Der fette Gitarrensound kommt aus der klaren Aufteilung der jeweiligen Frequenzspektren der Instrumente (Gitarre mittig, Bass tief, etc...).

Wenn Du einen Pre-Amp dazuschalten willst, kannst in Guitar Rig einfach einen Clean Kanal nehmen und da nur sehr bedacht an den Reglern drehen. Live Gitarristen mit vielen Effektpedalen nutzen in den meisten Fällen (auch hier wieder abhängig vom gewünschten Sound Ergebnis) live auch den Clean-Kanal ihre Amps. Solange Du nicht eine Last Days Of Humanity-Tribute CD aufnehmen möchtest, empfiehlt sich das auch nicht.

Ich persönlich bin kein Freund von Guitar Rig und Co, wenn ich eine CD aufnehme. Mit Mikrofon abgenommene Verstärker klingen, selbst im heimischen Kinderzimmer bei Raumtemperatur was die Lautstärke betrifft, in den meistens Fällen besser. Besser hier im Sinne von organischer. Ist aber eine Frage des persönlichen Könnens - mir ist die Frickelei am PC einfach zu viel, lieber schiebe ich das Mikrofon 20 Mal vor dem Amp hin und her. ;)

Bane

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Donnerstag, 1. Juni 2017, 19:29

Danke für die Antwort. Folgendes habe ich mittlerweile dazugelernt:

GuitarRig verfügt AUCH über einen EIGENEN Gain-Regler. Es ergab sich eine ganz neue Ohrenwelt, als ich mal den Doppel-Gain von der Gitarre durch Interface UND Guitar Rig rausgenommen habe. In einigen Presets reicht der Instrument-Preamp meines Interface und eine leichte Gain-Hochregelung im GR, um immens zu verzerren, insbesondere bei Rammfire muss ich allerdings fast auf 11 hochdrehen um vergleichbar zu klingen. Generell regel ich den Gain nur noch im GR.
Hab noch eine neue Frage:

Mir ist beim Mitspielen von "MUTTER" live aufgefallen, dass Richard das Chorus-Solo sehr weinerlich/wimmernd klingen lässt. Erreicht er diesen Effekt durch das Vibrato mit der Fingerkuppe auf der Saite, oder bedient er sich da eines Wah-Wah-Pedals? Bei PARIS wirkt es jedenfalls sehr, als ob er an seinem Pedal-Rig steht und drauf rumsteigt.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Bane« (1. Juni 2017, 19:30)