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Kein Engel

~*~ Sexgöttin ~*~

  • »Kein Engel« ist weiblich

Registrierungsdatum: 6. Dezember 2007

Wohnort: Hölle

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51

Samstag, 15. Dezember 2007, 19:04

ich find des auch total geil. Besonders das "Hässlich, du bist hässlich"
:rocker: :headbang: :gitarre:

  • »I.C.« ist weiblich

Registrierungsdatum: 28. November 2006

Wohnort: Rheinland

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52

Sonntag, 16. Dezember 2007, 20:30

ich denke, hier spricht der Parther dieser Frau

Ich bin allein zur Nacht gegangen
Die späten Vögel nicht mehr sangen
Sah Sonnenkinder im Gewimmel und so

es könnten vom Glück verwöhnte Menschen sein, "Reiche und Schöne"

Rief ich in den gestirnten Himmel

Morgenstern ach scheine
Auf die Liebste meine
Wirf ein warmes Licht
Auf ihr Ungesicht
Sag ihr sie ist nicht alleine

Er läßt seine Freundin nicht im Stich, ist an ihrer Seite

Morgenstern ach scheine
Auf die Seele meine

Ihr Freund will, daß der Stern auch ihn erwärmt

Wirf ein warmes Licht
Auf ein Herz das bricht
Sag ihr dass ich weine .

Der Partner leidet mit. Der häßliche Anblick seiner Freundin bricht ihm das Herz, er ist verzweifelt

Seemann85

Seebär

  • »Seemann85« ist männlich

Registrierungsdatum: 15. Oktober 2008

Wohnort: Bielefeld

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53

Freitag, 9. Dezember 2011, 18:19

Morgenstern handelt denke ich von der Oberflächlichkeit. Der Morgenstern hat viele Bedeutungen (Jesus, Lucifer, Maria, die mittelalterliche Waffe), steht hier jedoch für die Venus. Der Planet Venus repräsentiert wiederum die römische Göttin Venus, die als Göttin der Liebe und Schönheit gilt. Das lyrische Ich ist oberflächlich, der auf Äußerlichkeiten bedacht ist und somit trotz der Zuneigung zu seiner Liebsten, Schwierigkeiten hat sich auf eine Beziehung einzulassen. Schönheit und Hässlichkeit beschreibt nicht nur die Ästhetik, sondern auch den Charakter.



Sie ist hässlich dass es graut
wenn sie in den Himmel schaut
Dann fürchtet sich das Licht
Scheint ihr von unten ins Gesicht
So muss sie sich am Tag verstecken
Will das Licht doch nicht erschrecken
Lebt im Schatten bis der Schein vergeht

Die Liebste des lyrischen Ichs ist also von der Ästhetik her hässlich (Sie ist hässlich dass er graut). Daher lebt sie in der Dunkelheit (So muss sie sich am Tag verstecken/Lebt im Schatten bis der "Sonnen-" Schein vergeht), das sie sich wahrscheinlich für ihr äußeres schämt. Also Symbolisch fürchtet sich das Licht (von der Sonne) vor ihr äußeres und geht somit lieber unter wenn sie da ist (von unten ins Gesicht).
Sieht einen Stern im Zwielicht prangen und fleht:
"Mal mir Schönheit auf die Wangen


Morgenstern ach scheine
auf das Antlitz mein
Wirf ein warmes Licht
auf mein Ungesicht
Sag mir ich bin nicht alleine"
Hässlich, du bist hässlich
"

Das lyrische Ich gibt die Worte von seiner Liebsten hier wieder. Sie sieht also den Morgenstern (Venus) in der Dämmerung (Zwielicht) blühen/scheinen (prangen) und bittet diesen symbolischen Stern (Schönheitsgöttin Venus) um Schönheit (Wirf ein warmes Licht auf mein Ungesicht). Sie wünscht sich nicht allein zu sein, doch der Liebste (das lyrische Ich) ist oberflächlich (du bist Hässlich). Es besteht hier ebenfalls die Möglichkeit, das sie den Satz wiedergibt "Hässlich, du bist Hässlich", womit die charakteristische Hässlichkeit des lyrischen Ichs gemeint ist mit seiner Oberflächlichkeit.

Ich bin allein zur Nacht gegangen
Die späten Vögel nicht mehr sangen
Sah Sonnenkinder im Gewimmel und
so rief ich in den gestirnten Himmel

Wir wissen das die Liebste des lyrischen Ichs in der Nacht aktiv ist. Trotzallem ist das lyriche Ich allein in der Nacht unterwegs (Ich bin allein zu Nacht gegangen). Hier wird also offenslichtlich das er aufgrund seiner Oberflächlichkeit nicht mit ihr zusammen sein kann/will. Die meisten Vögel zwitschern nicht mehr in der Nacht (gibt natürlich Ausnahmen wie die Nachtigall). Das lyriche Ich sieht eine Zusammenkunft (Gewimmel) von schönen Menschen (Sonnenkinder) und bemerkt seine Einsamkeit. Somit rief er in den gestirnten (Gestirn: erkennbare Himmelskörper: Sonne, Mond, Venus) den Morgenstern um Hilfe.

Morgenstern ach scheine
auf die Liebste meine
Wirf ein warmes Licht
auf ihr Ungesicht
Sag ihr sie ist nicht alleine

Auch das lyrische Ich wünscht sich das seine Geliebte schön wird und das sie wissen soll das er bei ihr bleibt (Sag ihr sie ist nicht alleine). Jedoch kann man diesen Textabschnitt auch anders verstehen. Wie erwähnt beschreibt Hässlichkeit nicht nur die Ästhetik, sondern auch den Charakter. Er ist allein ohne sie in die Nacht gegangen, eventuell aufgrund seiner Oberflächlichkeit. Somit ist auch er Hässlich (Sag ihr sie ist nicht alleine).

Morgenstern ach scheine
auf die Seele meine
Wirf ein warmes Licht
auf ein Herz das bricht
Sag ihr dass ich weine

Der Morgenstern soll auch auf dem lyrischen Ich scheinen und zwar auf seine Seele(sozusagen sein Ich/Denken (Psyche)). Er will seine charakteristische Hässlichkeit also auch loswerden, indem er sein Denken bzw. seine Oberflächlichkeit los wird. Denn trotz seiner Oberflächlichkeit scheint er sie zu lieben und so soll der Morgenstern auch auf sein gebrochenes Herz ein warmes Licht abgeben. Gebrochen ist das Herz durch ihre Hässlichkeit, doch das Herz soll wieder ganz sein, damit er zu ihr kann und damit nicht mehr weinen muss.
Denn du, du bist hässlich
Du bist einfach hässlich
Der Mensch ist doch ein Augentier
Schöne Dinge wünsch' ich mir
Doch du, du bist nicht schön, nein

Wie gesagt er weint wegen ihrer Hässlichkeit (Denn du bist hässlich) und hat deswegen ein gebrochenes Herz. Ästhetik ist schließlich eine angenehme Wahrnehmung (Der Mensch ist doch ein Augentier), die jeder Mensch gerne positiv aufnimmt (Schöne Dinge wünsch ich mir).

Und der Stern will scheinen
Auf die Liebste meine
Wärmt die Brust mir bebt
wo das Leben schlägt
Mit dem Herzen sehen
Sie ist wunderschön

Der Stern scheint auf die Liebste, so das er ihre Schönheit erkennen kann. Ich denke aber der Stern hat die Liebste nicht Ästhetisch Schön gemacht, da es später heisst "Mit dem Herzen sehen". Sondern der Stern zeigt nur dem lyrischen Ich die innere Schönheit (Charakter) der Liebsten. Der Satz "Wärmt die Brust mir bebt" hat mich ehrlich gesagt ein bischen verwirrt, da er sich von der Grammatik ein bischen komisch anhört. Eventuell ist das aber nur so eine Poesiesprache (Shakespeare Sprache), so das der Satz eigentlich heißt: "Wärmend die Brust mir bebt". Also unter seiner Brust wirds warm (empfinden), da dort das Herz (wo das Leben schlägt) liegt, das vor liebe schlägt (Bebt). Sein gebrochenes Herz ist also ganz geworden und nun kann er mit seinem Herzen sehen. Also ihren Charakter lieben (Sie ist wunderschön).
Mein Teil der Interpretation #mce_temp_url# (Version 4.0)
-(PDF Datei/Grösse: 35 MB/85 Seiten)- -Neue Version 4.0 nun mit Reise, Reise

Ginoz

Minister für Wahrheit und Wohlbefinden

  • »Ginoz« ist männlich

Registrierungsdatum: 20. Januar 2014

Wohnort: Osthessen

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54

Samstag, 31. Mai 2014, 17:51

Mochte das Lied am Anfang gar nicht, tu mich mit den direkt expressionistischem R+-Zeug meistens etwas schwer, gefällt mir jetzt aber richtig gut :)
Mich interessiert kein Gleichgewicht
Mir scheint die Sonne ins Gesicht
Doch friert mein Herz an manchen Tagen
Kalte Zungen die da schlagen
...

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